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Sprechstörungen

Eine Sprechstörung oder ein Sprechfehler ist die Unfähigkeit, Sprachlaute korrekt und flüssig zu artikulieren. Es ist eine Störung in der Verwirklichung lautlicher Sprechnormen. Im Gegensatz zur Sprachstörung sind hier nur die motorisch-artikulatorischen Fertigkeiten beeinträchtigt, das Sprachvermögen an sich ist jedoch intakt. Sprach- und Sprechstörung können auch gemeinsam auftreten.

Zu den Sprechstörungen gehören:

  1. Störungen des Redeflusses
  2. Zentrale Störungen der Sprechmotorik
    1. Dysarthrie
    2. Dyslalien, auch unter Stammeln bekannt
    3. Dysglossien

Störungen des Redeflusses

Eine Redeflussstörung ist eine Störung des Sprechens, welcher durch Unterbrechungen des Sprechablaufs, Pausen, Wiederholungen und Einschübe gekennzeichnet ist.

Zu den Störungen des Redeflusses gehören das Stottern (Störung des Redeflusses mit Pausen, Einschüben, Wiederholungen von Lauten, Silben oder Worten), das Poltern (verwaschene Aussprache durch zu schnelles Reden und Verschlucken von Lauten), der Mutismus (partielles oder vollständiges Nichtsprechen über einen relativ langen Zeitraum hinweg nach weitgehend abgeschlossener Sprachentwicklung) und die Logophobie (dauerhafte und übersteigerte Angstreaktion in Sprechsituationen).

Störungen der Sprechmotorik

Dysarthrie

Auch Dysarthrophonie oder Dysarthropneumophonie - Störung der Sprechmotorik, Phonation und Sprechatmung bedingt durch Schädigungen von Hirnnerven oder motorischer Hirnareale (motorischer Kortex, Basalganglien, Kleinhirn).

Dyslalien (Stammeln)

Dyslalien (griechisch "lalein", reden) bezeichnen Entwicklungshemmungen der Lautbildung, also die Unfähigkeit, Laute und Lautverbindungen auszusprechen oder richtig zu bilden, indem Laute und Lautverbindungen durch andere Phoneme ersetzt (Paralalie), verändert (Distorsion), oder ausgelassen (Elision) werden. Bekannte Beispiele dafür sind die lispelnde Aussprache des Lautes S, wissenschaftlich Sigmatismus genannt, und die falsche Aussprache.